Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere

Ich bin für 16,90€ im Super-Duper-High-Tech Kino gewesen und habe den zwei Stunden Film "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere" (kurz: "Hobbit Teil 3") gesehen.

Kurz: Sehr dünne Story, handwerklich solider Film, eindimensionale Charaktere. Nur für Fans.

Lang (Achtung: Spoiler & Rant ahead!):
Sitze Das Timing im Film war schon gut. Es war nicht langweilig. Es passierte aber trotzdem nicht viel. Aber Inhaltlich! Puh.

Die Zerstörung der Seestadt: Super gefilmt, ordentliche Action und schöner heldenhafter Abschluss. Dann aber diese Witzfigur des Bürgermeister-Speichelleckers? Och, nee. (Die Figur zog sich sogar durch den ganzen Film als "Comedy-Relief". Örks.) Ich musste immer an den hinterhältigen Einflüsterer aus Herr der Ringe denken. Der Charakter hier war überhaupt nicht damit zu vergleichen.

Dann die Schlacht um die Reichtümer im Berg. Nach dem Geplänkel zwischen Menschen, Elben und den Zwergen. (Die Zwerge im Berg konnten an zwei Händen abgezählt werden... Der Berg wäre eigentlich ratz-fatz in Elbenhand gewesen. Aber nein! "Wir greifen morgen früh an." facepalm)

Und dann wurde es schnell unübersichtlich. Die Armeen rannten kreuz und quer über das Schlachtfeld bzw. durch die Stadt, hier und da durften die Helden Zweikämpfe abliefern.

Kurz durchgezählt: Helden: Zwergenkönig (Eichenschild), Zwergenvetter, Drachentöter, Elbenkönig, der Zauberer (Gandalf), Elbenfrau, Elbentyp (Legolas) versus "die Bösen"(tm): Orkmonster Nr.1 (Säbel statt Unterarm), Orkmonster Nr.2 (Metalzeug im Gesicht) )

Bei diesem 7 vs. 2 Battle hat es echt ganz schön gedauert. Anmerkung nebenbei: Das in dem Durcheinander keine Gruppe Orks die Zwerge im Berg angegriffen hat ist auch seltsam.

Die Aktionen vom Hobbit Bilbo waren noch das beste am Film. ("Geb ich den Stein dem Zwerg?!", Sich den Konsequenzen stellen: "Ich war's!", Sich überall durchwuseln)

Die "Charakterentwicklung" vom Zwergenkönig Thorin Eichenschild war, nunja, zu simpel. Erst die Drachenkrankheit ohne Ende, (warum eigentlich nur er und keiner seiner Zwergenfreunde!?) dann eine kleine Vision und zack: geheilter Super-Duper-Held! Humpf.

Weiterer Pluspunkt, neben den Hobbit-Aktionen, war das sich verkniffene Super-Mega-Happy End. Es war eher ein wir-habens-so-gerade-geschafft Ende.

Von wegen Ende: Die Rettung durch die Tierarmee? Der Joker wird ja gerne im Hobbit/HdR Universum gezogen... grins

Die Andeutungen bzw. Überleitungen am Ende des Films auf die Herr der Ringe Trilogie waren nett, aber nicht unbedingt notwendig.

Achja, fast vergessen: Der Uber-Magie-Kampf der zwei Elben-Ringträger + Saruman (Wer kennt schon Ringträger Nr. 3?) vs. der Neun-Menschen-Ringträger (plus brennendes-Auge-Sidekick) war episch. Aber was hatte das im Hobbit-Film zu suchen?! (By-the-way Plothole-Alarm: Im Herr der Ringe sind alle voll Überrascht das das Böse wieder zurück kommt. Ähm, leichte Demenz? Klarer kann man sich ja schon fast nicht mehr ankündigen als mit diesem Epischen-Battle, oder?! Na gut, Saruman "Ich-kümmer-mich-drum" der Weiße, hat das mal kurz alleine erledigt, glauben die ach-so-weisen Checker-Elben. Klar.)

Lang-Fazit: Ich würde gerne den Zwei-Teile-Filmschnitt vom Hobbit sehen... so wie es mal geplant war. Man könnte wohl ne Menge Quatsch rausschmeißen und es wären zwei tolle Filme. (Aber das wäre dann vielleicht ohne den Uber-Magie-Kampf... der war schon episch! Mmmh.)

In der Pause war dann auch noch das hier:


Weniger Rant & richtiger Artikel: Gut geschriebene Kritik von Batzman bei den Fünf Filmfreunden.

ps.: Ja, ich könnte alle Namen der Charaktere recherchieren. Aber ihr wißt ja wen ich meine.
Popcorn ps2.: Haltet mich das nächste Mal vom Popcorn ab! (diese "kleine" Tüte: 5€)